Her­bert Arp

Her­bert Arp, Grün­der und stell­ver­tre­ten­der Vor­stand.

Als Vater eines im Säug­lings­al­ter dia­gnos­ti­zier­ten Adop­tiv­sohns mit FASD habe ich mich ein­ge­hend mit die­ser unsicht­ba­ren Behin­de­rung beschäf­tigt und im Rah­men der Abschluss­ar­beit mei­nes Stu­di­ums der Sozia­len Arbeit auch wis­sen­schaft­lich aus­ein­an­der­ge­setzt. Haupt­be­ruf­lich arbeite ich im sozi­al­päd­ago­gi­schen Dienst des Fach­amts für Ein­glie­de­rungs­hilfe und bin außer­dem als Autor tätig.

Das Leben mit FASD – ganz gleich ob als Ange­hö­ri­ger oder Betrof­fe­ner – ist nicht nur mit vie­len Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den, son­dern auch mit etli­chen Hür­den, etwa beim betreu­ungs­be­dingt knap­pen Geld, beson­ders mit leib­li­chen oder Adop­tiv­kin­dern, beim Fin­den und Hal­ten geeig­ne­ter Schu­len und Leh­rern oder bei Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Behör­den und Kran­ken­kas­sen. Oft genug muss man dafür Ener­gie auf­wen­den, die beim Kind bes­ser auf­ge­ho­ben wäre. Da setzt meine Lei­den­schaft für das Fach­zen­trum an: ver­ste­hen, auf­klä­ren, hel­fen.

Es gibt für FASD keine klas­si­sche The­ra­pie­folge oder ein­heit­li­che Lehr­me­thode. FASD ist indi­vi­du­ell und breit gefä­chert, so dass die größ­ten Exper­ten für die Kin­der und Jugend­li­chen ihre eige­nen Eltern sind. Man kann nicht vor­aus­set­zen, dass das Hel­fer­sys­tem jede Vari­ante durch­blickt, aber mit dem FASD-Fachzentrum Ham­burg möch­ten wir dafür eine Anlauf­stelle schaf­fen.

Ich wün­sche mir, dass es als Exper­ten­in­stanz für die all­täg­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen rund um FASD genutzt wird – von Eltern, Behör­den, Kin­der­gär­ten, Schu­len, Kran­ken­kas­sen oder Ärz­ten. Die­ses Ziel unter­stütze ich mit mei­nen fach­li­chen und per­sön­li­chen Kom­pe­ten­zen und Exper­ti­sen.